Wunschzettel

chris | nightlight | Thursday, December 21st, 2006

aus dem Newsletter von nightlight.de :

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit ist das Wünschen wieder groß – und sind die Wunschzettel lang. Was würdest Du Dir wünschen, wenn Du jetzt irgendwie einen Wunsch frei hättest? Vielleicht ein Auto? Eine Traumreise? Einen Ausbildungsplatz? Sicher fällt Dir auf Anhieb etwas ein. Aber könntest du dir vorstellen, etwas ganz anderes zu erbitten – zum Beispiel mehr Geduld im Umgang mit anderen zu haben, nicht mehr so oft mit Deiner kleinen Schwester zu streiten oder zu Hause mehr mit anpacken zu wollen!? Mal ehrlich – so etwas würde Dir nicht in den Sinn kommen, stimmt’s!?

König Salomo von Israel kam auch mal in den Genuss, sich etwas wünschen zu dürfen:
„In der Nacht darauf erschien ihm Gott und sprach zu ihm: «Erbitte von mir, was du willst!»
« […] Gib mir Weisheit und Verständnis, damit ich dieses große Volk richtig führen kann. Denn wie sollte ich sonst gerechte Urteile sprechen können?» Da sagte Gott zu Salomo: «Ich freue mich, dass du dir nicht großen Besitz, Geld oder Ansehen gewünscht hast, auch nicht den Tod deiner Feinde oder ein langes Leben. Du hast mich um Weisheit und Verständnis gebeten, weil du mein Volk richtig führen willst, über das ich dich zum König eingesetzt habe. Du sollst erhalten, worum du mich gebeten hast: Weisheit und Verständnis. Aber ich will dir auch so viel Besitz, Geld und Ansehen geben, wie es kein König vor dir hatte und auch keiner nach dir haben wird.» (2. Chronik 1, 7.10-12)

Vielleicht fragst Du Dich, wie man sich nur so etwas wünschen kann. Aber fällt Dir was auf? Salomo schaut nicht auf sich, als er seinen Wunsch äußert, sondern auf andere. Er bittet nicht für sich, sondern denkt an die Menschen um sich herum. Wie wäre es, wenn wir unseren eigenen Wunschzettel mal überdenken…!?

Manuela Raulf

gefunden bei nightlight.de

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